Textversion

Gefälschte Videos können Augenzeugen massiv beeinf


Warwick/ England - Psychologen der University of Warwick haben herausgefunden, dass gefälschte Videobeweise die Wahrnehmung des Ereignisses durch Personen dramatisch beeinflussen, und diese sogar dazu bringen können, als Augenzeugen über ein Ereignis auszusagen, das so nie stattgefunden hat. Diese Erkenntnis hat auch und gerade für grenzwissenschaftliche Untersuchungen wichtige Auswirkungen.

In Experimenten hat das Team um Dr. Kimberly Wade nachgewiesen, dass sie anhand manipulierter Videos eines Tathergangs sogar die Zeugen dazu bringen konnten, eine andere Person zu beschuldigen, eine so nie in der Realität stattgefundene Sache getan zu haben.

Die im Fachmagazin "Applied Cognitive Psychology" veröffentlichen Studienergebnisse belegen, dass fast 50 Prozent der Probanden zudem den manipulierten Bildern des gefälschten Videos eines Tathergangs glauben, obwohl sie selbst das Ereignis zuvor mit eigenen Augen anders gesehen hatten.

Dr. Wades Schlussfolgerungen aus den Experimenten haben auch und gerade Implikationen für die Untersuchung grenzwissenschaftlicher Phänomene, da Untersucher auch hier oft sowohl mit Augenzeugenaussagen als auch - etwa durch Online-Videoportale - allgemein zugänglichen Filmaufnahmen konfrontiert werden. "In den vergangenen 10 Jahren haben wir eine rasante Entwicklung der digitalen Bildtechnologie und damit einhergehender Manipulationsmöglichkeiten gesehen. Das Resultat ist die Tatsache, dass fast jeder überzeugende aber dennoch gefälschte Fotos und Filme herstellen kann. Unsere Forschungen zeigen, dass gut gefälschte Filme Menschen dazu bringen können, etwas zu bezeugen, was sie allerdings nie selbst gesehen haben."

Quellen: www.grenzwissenschaft-aktuell.de / warwick.ac.uk

Druckbare Version
WM Schwimmstars trainieren mental!
Austria 4 Cross Extreme Cup